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Geilenkirchen feiert 1.000 Jahre Schützengeschichte

Geilenkirchen feiert 1.000 Jahre Schützengeschichte

Freitag, 4. September 2026

600 Jahre St. Sebastianus-Schützen, 400 Jahre Junggesellen-Schützen – gemeinsam stehen die Vereinigten St. Sebastianus- und Junggesellen-Schützenbruderschaften Geilenkirchen 1426/1626 e.V. in diesem Jahr für 1.000 Jahre gelebte Schützentradition. Zum außergewöhnlichen Doppeljubiläum wurde nun die eigens erarbeitete Festschrift vorgestellt.

Das Werk ist weit mehr als eine klassische Begleitung zum Jubiläumsjahr. In akribischer Feinarbeit wurden historische Quellen, Chroniken, Fotografien, Dokumente und Erinnerungen zusammengetragen, gesichtet und aufbereitet. Entstanden ist ein Zeitdokument, das einen besonderen Meilenstein in der Geschichte der Bruderschaften festhält und zugleich ein Stück Geilenkirchener Stadtgeschichte bewahrt.

Eine außergewöhnlich lange Tradition

Die Jahreszahlen 1426 und 1626 stehen dabei für eine außergewöhnlich lange Tradition. Über Jahrhunderte hinweg waren und sind die Schützen eng mit dem gesellschaftlichen Leben Geilenkirchens verbunden. Schutz, Verantwortung und Zusammenhalt gehörten ebenso zu ihrer Geschichte wie später Brauchtum, Glaube, Geselligkeit und ehrenamtliches Engagement.

„Eine solche Festschrift entsteht nicht nebenbei. Dahinter stecken unzählige Stunden Recherche, das Sichten alter Unterlagen, viele Gespräche und vor allem eine große Verbundenheit mit der eigenen Geschichte“, würdigt Bürgermeister und Schirmherr Dr. Armin Leon die Arbeit. „Damit ist etwas entstanden, das weit über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand haben wird. Diese Festschrift bewahrt Geschichte und macht gleichzeitig deutlich, wie lebendig die Bruderschaften bis heute sind.“

Historische Ereignisse und persönliche Geschichten

Besonders wertvoll ist dabei der Blick auf die Menschen, die über Generationen hinweg das Schützenwesen in Geilenkirchen geprägt haben. Historische Ereignisse treffen auf persönliche Geschichten, überlieferte Traditionen auf Bilder und Erinnerungen aus jüngerer Zeit. So schlägt die Festschrift eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Mit einem umfangreichen Festprogramm wird das Jubiläum im September auch öffentlich gefeiert. Den Auftakt bildet am Donnerstag, 10. September, der Große Zapfenstreich in der Selfkant-Kaserne Geilenkirchen/Niederheid. Einlass ist ab 17 Uhr. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Musikverein Scherpenseel sowie das Trommler- und Pfeiferkorps Straeten. Der Eintritt ist frei. Aufgrund der Zutrittsregelungen der Kaserne ist allerdings eine namentliche Voranmeldung erforderlich.

Ein zentraler Höhepunkt folgt am Samstag, 12. September: Von 10.30 bis etwa 13.30 Uhr findet in der Aula der Städtischen Realschule Geilenkirchen der offizielle Festakt statt. Gemeinsam soll dort auf die Geschichte der Vereinigungen zurückgeblickt, verdiente Persönlichkeiten sollen geehrt und das Jubiläum in einem würdigen und festlichen Rahmen begangen werden. Bürgermeister Dr. Armin Leon begleitet die Feierlichkeiten als Schirmherr.

Am Abend setzt sich das Festprogramm fort. In der Luna Lounge, An Fürthenrode 49, steigt der „Jubel-Rock“. Einlass ist um 18 Uhr, ab 19 Uhr spielt die Band „Rock Stu“. Ab etwa 22 Uhr ist ein Ausklang mit „DJ Schiffi“ vorgesehen. Auch hier ist der Eintritt frei.

Mit großem Jubiläums-Festzug

Den feierlichen Abschluss bildet am Sonntag, 13. September, der große Jubiläums-Festzug. Zahlreiche Schützenbruderschaften, Gäste und Musikvereine sollen gemeinsam durch die Stadt ziehen und das außergewöhnliche Doppeljubiläum feiern. Die Bruderschaft selbst bezeichnet den Festzug als feierlichen Höhepunkt des Festwochenendes.

„Dieses Jubiläum ist weit mehr als ein Blick zurück“, betont Leon. „Es zeigt, wie stark eine Gemeinschaft sein kann, wenn Menschen über Generationen Verantwortung übernehmen, Tradition weitergeben und gleichzeitig offen für Neues bleiben. 1.000 Jahre Schützengeschichte sind deshalb nicht nur Vergangenheit, sondern auch ein starkes Fundament für die Zukunft.“

Mit Festschrift und Jubiläumsprogramm setzen die Bruderschaften ihrem historischen Meilenstein damit ein bleibendes Zeichen: als Erinnerung für die heutige Generation, als Quelle für kommende Generationen und als besonderes Kapitel Geilenkirchener Stadtgeschichte.


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